Lebenslabyrinth - meine Geschichte

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Elias

…ein Oratorium von Felix Mendelssohn-Bartholdy nach alttestamentlicher Geschichte.
http://www.nw.de/kultur_und_freizeit/musik/musik/20978969_Konzert-in-der-Oetkerhalle-Bielefeld-zeigt-stimmige-Elias.html
Als ich Simon vorige Woche am Telefon kurz erzählte, dass ich am Sonntag das zweistündige Chorwerk mit Orchester und Solisten in Bielefeld im Chor mitsingen werde – und ich freute mich in zweierlei Hinsicht drauf: einerseits auf diese Musik! – schon lange wollte ich das große „gesangssinfonische“ Werk einfach mal mitsingen können, Jahre, eher  gezählte 2 Jahrzehnte(!) liegt es zurück, dass ich die Gelegenheit, große Chormusik mitzusingen, wahrnahm - als ich noch im Meller Raum wohnte...  Nun ist  es  ein Oratorium, welches ich noch nie mitgesungen hab und so musste ich mich in arg kurzer Zeit  (11Tage vor  der Aufführung war die erste spontane Gelegenheit zu einer Probe zu fahren) auf den „Elias“ einstimmen und die Sopranstimme lernen - dabei erschließt sich mir wie von selbst die  Dramaturgie in Musik und Text  - könnt mich jetzt darin auslassen!...
Aber ich bin ganz vom Telefonat mit Simon abgekommen - also - als ich von Mendelssohn erzählte, fragte er, ob das der "Bartholdy" sei - (ja "der"  - meine Antwort) - ja, "Den" kenne er - hat Ihn schon auf youtube gehört und fand  die Musik echt gut - und ich war so erstaunt, das zu hören, ja , auch erfreut - wo ich doch dachte, außer Techno u. Hardrock kommt da nix an seine Ohren... - und - nun kommt die zweite Hinsicht:

Wie kam ich dazu so spontan, trotzt meiner vielen Tätigkeiten, mitzusingen? Das auch noch! - nicht eher mal Zeit zum "Seele baumeln lassen" nehmen? - Was, oder vielmehr Wer, ist der "Input" zum Mitsingen?...M.! - mit M. hat sich eine liebevolle Beziehung angebahnt -  auch wenn ich noch immer etwas auf Abstand geh, der zwar räumlich sowieso vorhanden ist, da er ausgerechnet aus Herford(!) kommt... Hin und her gerissen in den Erinnerungen an Claus, wollt ich nach dem ersten kennenlernen im Sommer  lieber nix mit M."anfangen", um mich nicht in einen Konflikt zu bringen - aber die Neugier überwog doch und auch wenn es nicht die unmittelbare "Liebe auf den ersten Blick" war, fühl ich ein "Ankommen" - anders und doch vertraulich - in Gemeinsamkeiten, was Interessen, Erfahrungen, Wünsche anbelangt. Seine Aufrichtigkeit, Herzlichkeit, seine Spontanität ist wohltuend. Das gemeinsam verbrachte Elias-Konzert-Wochenende, was durchaus kräftezehrend war, aber auch Zeit füreinander blieb, ist vorbei... - und - nun ist es an der Zeit, dass ich bei mir im Innern beginne aufzuräumen... Trotzdem die Beziehung noch in den Anfängen ist,  versuche ich M. meine Widersprüche deutlich zu machen, ja, seiner "Euphorie für mich" eher mit Lebensauseinandersetzung zu begegnen - davon ausgehend, dass sich im Laufe der Zeit viel "Lebensgeschichte" mit Beziehungsgefügen angesammelt hat, die mir und so auch ihm Verwirrung bringen kann...
Dem Weihnachtsfest sehe ich da auch mit Zwiespalt entgegen - wollt ja am liebsten "abhauen", in dem ich (mit Simon) nach Irland zu Mirjam fliege - aber, Simon will nicht und ich will ihn hier zu den Feiertagen nicht allein lassen... mit wem "feiern"? - doch wieder fast schon "traditionell" mit S.? oder erstmals mit M.?... da wünsch ich mir einen Schutzengel herbei, wie es im "Elias" so wunderbar klingt:

https://www.youtube.com/watch?v=40CnTO3EJHw

5 Kommentare 16.11.16 12:22, kommentieren

Die Krahniche ziehen

...die Zeit vergeht so schnell – von den bunten Farben des Herbstes hab ich dieses Jahr nicht viel mitbekommen – ja, ich nahm in kurzen Momenten die Blätterfärbung eher im Vorübergehen wahr – und bald ist es ganz weg, das Bunt! Während meiner Winterapfel-Erntetour bei meiner Kollegin und ihrer großen Apfelplantage sammelten sich kreischend die Kraniche und zogen in Formationen hoch am Himmel über uns hinweg – der Herbst in der Natur neigt sich dem Ende...

Und so war auch die eher kurze Fahrt nach B voriges WE schon recht frischkühl – ein Mix aus grauem Himmel, Sonne und Regen – ähnlich meiner emotionalen Stimmung in den Besuchstagen. Zum Einen zog mich die Situation um Simon und seine Eigensinnigkeit eher runter – trotzdem er auch aufgeschlossen war - vlt.auch aufgefangen durch den Begegnungen in einer Selbsthilfegruppe, die ihm gut tut - das ist aus seinen Worten herauszuhören – und auch die Zuversicht auf ein neues betreutes Wohnen, wenn...ja, wenn er bis dahin standhaft bleibt und sich nix reinpfeift aus Frust vor seiner Situation – Selbstdisziplin und im Innern stabil bleiben, sich nicht selber erneut aufgeben z.B. auch durch den Verlust von Michelle – wobei sie die Freundschaft zu ihm hält, wenn auch mit dem dazugehörigen Abstand. Vor einem Treffen mit mir scheute sie sich aber, ich mailte ihr im Nachhinein mein Verständnis für den Zustand. Simon zeigte mir sein „Hostel“ - „naajaa“ - würd man sagen - ziemlich heruntergekommen und an lauter Verkehrstraße - jedenfalls ich würde für so was nicht 35€ pro Nacht ohne Frühstück zahlen wollen(!)

Lichtblicke waren die Unternehmungen durch Berlin: so entdeckte ich eher zufällig beim Schlendern am Sony-Center entlang ein kl. Hinweisschild zu einem Musikinstrumentenmuseum, das am hinteren Anbau der Philharmonie untergebracht ist – mit Audiogiude und (Vor-)Führung wurde es ein hochinteressanter Besuch... z.T. echte Raritäten waren zu sehen – oder? - schon mal was von einem „Wurstfagott“ gehört? - *g*- ich vorher jedenfalls noch nicht... Auch der spontane Besuch des ehemaligen „Hamburger Bahnhof“ - jetzt Museum für Gegenwartskunst – war interessant, verbunden mit einem „Aha“, als ich in unmittelbarer Nähe das Naturkundemuseum wiederentdeckte, das ich vor viiielen Jahren – also anno Sommer 1997, als Simon und Mirjam noch kleine Kids waren - besuchte und ich mit ihnen das riesige Saurierskelett bestaunte... Es war mir gar nicht mehr bewusst, wo es sich befand... (Es hat sich in der Zwischenzeit ja viel getan in B, so dass ich in den letzten Jahren in ganz anderen Ecken von Berlin unterwegs war)... so war ich diesmal auch erstmals einen Abend in der Neuköllner Oper gewesen – habe „Tosca G8“ gesehen und gehört – und war beeindruckt, mit welch wenig Requisite und Raum eine große Oper von Puccini in ein kleines Kammerspiel um Macht und Gewalt zum G8-Gipfel in Genua, Sommer 2001, eingebettet wurde – mit hervorragenden Sängerstimmen, Schauspiel und Spannung, gepaart mit sarkastischer Ironie und humorverstandenem Lachen des Publikums – ein gelungener Abend in quasi studiohafter Atmosphäre!

Zwischendurch - in der vormittäglicher Ruhe in Ra's Zimmer, wo ich übernachten konnte - stand ich mit meinem Notebook „im Gespräch“, recherierte an meinem Bach-Konzertvorhaben zeitaufwendig weiter – und...bis das losgeht, werden die Kraniche wiederkommen... !


1 Kommentar 24.10.16 11:23, kommentieren

Herbstferien - Aktionen und weite Vorausgedanken

...die Ferienzeit ist fast rum und ich könnt mal noch eine Woche mehr...(?) - nein - geht nicht, nur den kommenden Montag werd ich mir noch freinehmen, in dem ich meinen Klavierschülern in den Ferien den Unterricht vorweg erteilte – mal so zwischen der begonnenen Badsanierung im oberen Bereich meines Häuschens mit komplett neuer Wasserverrohrung – was nicht ich, sondern natürlich vom Handwerker gemacht wird - aber dabei sein, muss man halt. Bevor es nun zur „Verkleidung“ des durchlöcherten offenen Mauerwerks geht (Fliesen etc., die auch mit vielen Baumarkttouren zusammengesucht sein „wollten) - wird eine Pause eingelegt, damit ich noch ein paar Tage wieder nach B fahren kann...

Sporadisch war immer mal tel. Kontakt möglich, sowohl mit Simon in B, als auch mit Mirjam in Irland. Sie fühlt sich seit langem wieder mal total entspannt bei soviel Natur pur um sich... Ich hoffe, in den kommenden Tagen mit Simon wieder ein bisschen ins Reine zu kommen – und Ra hat schon zugesagt, dass ich bei ihr übernachten kann...werde heut abend noch per Mitfahrgelegenheit starten...

Bei allem Aktionismus, der neben der Zeit eben auch Kraft kostet, bin ich gedanklich seit geraumer Zeit mit einer ganz anderen Ebene beschäftigt – irgendwann stand es vor mir wie ein Geistesblitz – zwar noch diffus, was die Umsetzung anbelangt, aber die gedankliche Verbindung eines Solo-Konzertprogramms mit dem 333. Geburtstag von Bach (2018) war plötzlich da - wobei der Beginn des 333. „Lebensjahrs“ schon Frühjahr 2017 ist (!)... Da Bach selber manchmal gern sich in Zahlensymbolik ausdrückte und dies von diversen Musikforschern teils total auf die Spitze getrieben wird - so dass es schon curious wirkt/wird - kam mir der Gedanke, mein Konzertvorhaben mit einem Zahlen-Wort-Spiel zu betiteln – was einen interessanten Rahmen gibt. Schon im diesjährigen Frühsommer hatte ich den Gedanken eines Soloprogramms als Benefizkonzert vor Augen, hatte Kontakt zur hiesigen Diakonischen Suchthilfe aufgenommen, wo auch in einem schönen Rahmen und Raum im Frühjahr 2017 der Auftakt sein wird für mein Vorhaben – jetzt schon klarer in der Form - 37x innerhalb von zwei Jahren (2017/18) mit je 9 Werken von Bach aufzutreten (37x9=333). Illusion? - Realismus?

In der Aufbau-und Erarbeitungsphase hängt auch immer eine Menge Recherche dran – heutzutage ja nicht mehr ganz so beschwerlich durch Bücher wälzen, Tel.nr. raussuchen etc., sondern per Mausklicks beim „Freund und Helfer“- dem Internet die richtigen Seiten finden... so bin ich auch vom vormals ausgehenden allgemeinen „Suchthilfe-Benefiz“-Gedanken jetzt eher damit beschäftigt, konkreter mich auf Musikprojekt-(Hilfs-)Angebote in der „Szene“ zu verlegen, um auch selber das/die Projekt/e verfolgen zu können.

Was treibt mich dazu? - die unmittelbare Betroffenheit durch meinem Sohn ist es - klar - sehr bewusst. Schon länger - seit Februar diesen Jahres - suchte ich ein „Ventil“, um mein Gefühl der Ohnmacht und Hilflosigkeit in Bezug der Suchtproblematik umzupolen... - und das ist bei mir halt die Musik - insbesondere die Musik von Bach – ich hab soviel von ihm schon einstudiert – und das Repertoire wartet regelrecht drauf, endlich mal aufgeführt zu werden... mein ständiger Begleiter wird das Cembalo sein, aber je nach räumlicher Gegenbenheit freu ich mich aufs Klavier und auf die Orgel, um verschiedentlich ein Stück mit anderer Klangfarbe spielen zu können – nun red ich schon in der Zukunft... Noch gibt es viel zu tun, dies langfristig vorauszuplanen -viele Konzertanfragen müssen jetzt noch Ende Oktober/Anfang November getätigt sein, damit aus den "Geistesblitzen" ab dem 21. März 2017  Realität wird...

3 Kommentare 12.10.16 10:16, kommentieren

Apfelkuchen und der 3. Oktober

...da sich so manch einer wegen meiner geernteten Äpfel Gedanken macht - hier mal mein kre-ierter Apfelkuchen nach etwa folgenden Rezept:

http://www.chefkoch.de/rezepte/419821132593562/Schneller-Apfelkuchen-vom-Blech.html

...wobei ich ihn motifiziert hab von den Zutataen: statt Butter - Alsan-S-Pflanzenmagarine, statt 250gr Zucker "nur" ca. 170gr (reicht völlig), statt 5 nur 4 Eier (hatte nur noch 2 im Kühlschrank und hab bei meiner Nachbarin Äpfel gegen 2 Eier getauscht) - später kam sie noch vorbei und wollte das Rezept wissen - ich, als moderne  "Bäckerin" - hatte es z.Z. noch per Notebook aus dem Internet am Küchentisch "aufgeschlagen", bzw. per PDF runtergeladen - und so wurde es kurzerhand nach althergebrachter Methode - Stift und Zettel - "abgeschrieben" und dann hab ich noch einen Rest gemahlene Haselnüsse untergerührt - das Ergebnis sieht so aus:


>> Tipp: nach dem Backen, vorm Servieren, noch mit einer Schmand-Sahne-Schicht bestreichen> noch leckerer! ...und sowieso köstlich fruchtig! (Frucht-Teig Verhältnis ca. 2:1 -und so  bestens geeignet, wenn viele Äpfel da sind...)

...soviel dazu - bevor nun der deutsch-deutsche Vereinigungstag und die Herbstferien für mich begonnen haben... was hat eigentlich der 3. Oktober mit der bundesweiten Öffnung der Moscheen zu tun?... ich bin sehr für multikulturelles Interesse zu haben, aber just am 3. 10. den "Tag der Moscheen" auszurufen...? ...könnt ich mir eher am Grenzöffnungstag (11.11.) vorstellen - naja, ich wurde nicht nach meine Meinung gefragt...

 

 

 

 

3 Kommentare 2.10.16 23:55, kommentieren

Apfelernte und Lebensgedanken

Ich stehe auf der kleinen 6-sprossigen Aluleiter oben drauf, mit dem Apfelkäscher in der Hand nach den schönsten Äpfeln des Baumes hangelnd ganz oben in der Krone - zwar etwas mühselig aber auch schön - die Sonne schien, es hatte zwar in der Nacht geregnet, aber Blätter und Gras waren trocken... der Baum steht im Garten der Ex-Schwiedereltern, die seit gut 2 Jahren altersbedingt nicht mehr dort leben, sondern im Pflegeheim. Matthes, mein Ex ist seit einem Jahr dran, das Haus zu entrümpeln (oh was wurde da alles "gesammelt" oder eher gehortet!) - ich habe auch einiges für die Kids und mich mitgenommen - vor allem gute Werkzeuge, aber auch schöne Leinendecken, Weingläser - schöne Gebrauchsgegenstände und ein paar alte Bilder. Nun wird es demnächst verkauft mit dem Garten... Matthes harkte unterm Baum die unzählig vielen kleinen Äpfel für die Biomülltonne zusammen und erzählte, dass Oma sich vor kurzem mit Simon unterhalten hat - "das er ja jetzt in einer Autowäscherei ein bisschen arbeiten täte"... -  ein AHA kam aus mir heraus und ich biss schnell in einen knackigen Apfel, um diese Ungeheuerlichkeit zu "verdauen" - mir war klar - Simon lügt wie gedruckt... und das Matthes ihm von Oma mal 30€ überwiesen hat, aber kein Danke dafür gehört hat... - ja, es stimmt wohl zu sehr, dass die Süchtigen mit allen Mitteln versuchen, sich Geld zu erhaschen... ich hab ihm ja auch in Kleinstdosierung für die vergangenen 14 Tage aller 4 Tage was fürs Nötigste überwiesen, als er mich um Hilfe bat, nachdem er wieder "unter Druck" stand und alles Monatsgeld entsprechend von einem zum anderen Tag verbraten hat... aber diese Lügerei macht mich wütend - ich hatte vorgehabt, ihm für die 3 letzten Tage noch "zu versorgen" - aber nee, das hab ich jetzt gelassen - hatt eh auch nix mehr gehört von ihm... "Sinn"-Fragen beschäftigen mich gedanklich, während ich einen Apfel nach dem anderen mit der "verlängerten Hand" pflücke... Was kann man Kindern wirklich mit auf den Weg geben?...

 

Jeder Mensch bekommt doch etwas "für den Lebensentwurf" zur Geburt mit auf den Weg - Eltern bemühen sich meist für ihre Kids, dass sie "ihren Weg" finden - mit der Hoffnung auf Zufriedenheit, Wohlergehen, Gesundheit und ein gewisses Lebensglück. Ja - viel Kraft wird da investiert, eigene Vorstellungen dieser "Hoffnungen" (oder Lebenswünsche genannt) an die Kids weiterzugeben... In der Regel gehören zwei dazu, die diese "Projektionen" vornehmen - nach eigenem Modell, im Guten gemeint – um im Heranwachsen auf den vielen möglichen Wegen den Eigenen zu finden, statt Irrwegen zu folgen...

Was aber, wenn der eine Elternteil Hüh und der andere Hott sagt? - entsteht Orientierungslosigkeit?

War meine frühe Kindheit von solch Orientierungs-losigkeit geprägt? - Nein! - ..."damals" waren sich meine Eltern "einig", wie man leben und die Kids erziehen will - unbeirrt von allen "modernen" Lebensmodell-Strömungen wurde die eigene Lebensansicht umgesetzt... - Ist es das, was mich zum "überlebensfähigen" Menschen macht - was mich ("gestärkt"...) die Hürden nehmen ließ und noch heute nehmen lässt? - ja waren selbst die züchtigen Schläge "nur gut gemeint", damit der "solide" Weg klar wird bei aller "kindlicher Unvernunft"?...

 

Und meine Kids? - sie mussten im Kindergarten- und Vorschulalter "auf Grund der Uneinigkeit"  die Elterntrennung erleben (wie bei so vielen) und sich permanent mit unterschiedlichen Lebensentwürfen nicht minder herumschlagen - was entsteht da im Kopf? - Kraut und Rüben!...

Ängste und Unsicherheiten versuchten sich womöglich schon früh unbewußt einen Weg aus diesem Labyrinth zu bahnen - sei's durch stundenlanges Daumenlutschen (Mirjam) und körperangespanntes Malstift-oder T-shirt-Zipfel-“Schnorcheln“ (Simon)... nein, es war mir schon damals bewusst, dass diese Ausdrucksformen "nicht normal" waren! - bei Mirjam hat es sich dann fast schlagartig gelegt, als sie den gymnasialen Zweig in der Schule besuchen durfte ab der 5 und sie als erste  eine Zahnspange bekam... bei Simon dagegen blieb der "süchtige Schnorcheldrang" - (das war unerträglich mit anzusehen - aber mein damals hilfesuchender Weg zum Kinderpsychologen brachte nix, außer Verunsicherung, als ich mitkriegte, dass es demjenigen mehr um seine Doktorarbeit als um die Hilfe für meinen Sohn ging!)...

Wie wird natürliche"Ellenbogen-Mentalität" erzeugt, um sich des gesunden Menschenverstandes wegen nicht unterkriegen zu lassen und immer wieder ein "Stehauf-männchen" sein zu können? Was, wenn diese "Grund-fähigkeiten" - im Leben zu bestehen - nicht "erwacht" sind (konnten)?

...dann wird es als "erkrankt" gesehen/anerkannt... - aber... - ab dem 18. Lebensjahr muss man's selber erkennen(!) und selber "stark sein", die Hürden des "Gesundwerdenwollens" zu schaffen - ein starker Wille ist Voraussetzung, um den Platz einer langfristigen Therapie zu bekommen - die KK, bzw. RV will eine "Kämpfernatur" sehen - dem "eisern gesetzten Ziel“ entgegen - ICH WILL (konträr zum Willen der „Drogen-Krake“, die sich ins Gehirn „gefressen“ hat)!

...und mein "Ich"? - das sagt mir gesunden Menschenverstandes, ganz so "funktioniert" das nicht - kann gar nicht - sonst wär derjenige ja gar nicht (psychisch) akut krank – der-/diejenige besäße noch die Oberhand über die Drogensucht, um sich sein Leben mit KK und RV zu erkämpfen!

Und...wenn "Er nicht will"...dann ist das womöglich seine persönliche "Lebensansicht"... womöglich "will er gar nicht anders" als so wie's ist?... sollte es nicht eher heißen „Er kann nicht (anders) durch diese "Fremd-steuerung"? - und wie kann diese "ausgeschaltet" werden? - bedarf es nicht der aktiven Unterstützung von außen?...

Der Apfelbaum ist fast abgepflückt - ich werde die Äpfel z. T. weitergeben, da es keine Lagersorte ist - ein paar an meine liebe Nachbarin, an S., an Musikkollegen...und wenn ich in den kommenden Herbstferien wieder nach B fahre, dann sind auch die Äpfel im Gepäck...

 

7 Kommentare 29.9.16 23:04, kommentieren

sonntägliches Rampenlicht

Sonntag, 18.9., 23.50uhr - ich bin unsäglich erschöpft...

Montag, 19.9., 13.00uhr - konnte mich mit langem Ausschlaf erholen (bis 10uhr), aber  viel organisatorischer Kram wartete darauf erledigt zu werden, der wegen des Konzerts am Sonntag liegen blieb...

WE-Rückblick:

Sa, 10.30uhr: zwei Schüler(Geschwister) erhalten ihren umverlegten Fr-abend-Klavierunterricht nachgeholt, da ich abends auf einem (im nachhinein schwärmend) unverhofft gutem Jazzkonzert war... ich spielte den beiden einfach mal was aus dem Konzertprogramm vor, was am So bevorstand (so wie früher mein Dozent uns Studenten mal zur Generalprobe was vorspielte, um sein Lampenfieber einzudämmem)- die beiden fandens auch ohne Gesang schön und ich habe meine erste Aufregung vorm Konzert loswerden können...

Sa, 12uhr - Generalprobendurchlauf mit der Sängerin ohne Kommentar und Korrektur - einfach mal die Konzertsituation praktisch "vorspielen" - mal sehen, was, wie's kommt... und Kleidungsbesprechung anschließend...

Sa, 15.30uhr - fertigmachen zur Probe mit der Barockband für das Konzert am darauffolgenden So - einschließlich Fotosession für den Wechsel der Oboisten  - zum Cembalostimmen muss ich rechtzeitig vor Ort sein  - 17uhr Beginn, Ende 20.30uhr

...danach Fahrt zu S., der von meiner Noch- und Schon-Anspannung nix wissen wollt, mich einfach nur auf Entspannungsebene erleben wollt - okay - war (auch im Nachhinein sagend) wohl "gute Medizin" - das verordnete Abschalten...

Der So-morgen begann mit servierten "Kaffee im Bett" - lieb ich. ...dann allmählich in die Gänge kommen, später Brunch mit Frühstücksei und selbstgemachte Aprikosenmarmelade - die "Ruhe vorm Sturm"...

So, 13uhr - mitten in Konzertvorbereitungen kam das "große Flattern" - oh je... zum Glück fand ich die kleinen Baldrian-Dose  (3 Perlchen genehmigte ich mir) - nach letzter Kontrolle, alles dabei zu haben  (- ausgedruckte Programmblätter, Spendenhut, Künstlervertrag, Flasche Wasser, Kleidung, Schminke, Visitenkarten, Verbandsflyer, Noten!, Notitzen zur Begrüßungsrede...) - die Zusatzbelastung, neben dem Auftritt auch gleichzeitig die Organisation für das Musikverbandskonzert zu haben, belastete mich...wir veranstalteten ein Konzert in 3 Blöcken, also 3 völlig verschiedenen Programm-Punkten, die das künstlerische Schaffen innerhalb des Verbandes repräsentieren, ihn quasi ins Rampenlicht setzen. Da war die Latte des Leistungsanspruchs hoch angesetzt...

15uhr - Einspiel auf dem Podiums-Flügel - meine Sängerin wartete eine Weile, dann kurze Ansingprobe  bevor der nächste zum Einspiel da war... oh, oh - ich hatte das Gefühl, dass der Flügel nicht das tut, was ich will - das Handicap der Pianisten traf wieder mal zu - sich auf die Gegenbenheiten des vorhandenen Instruments einstellen müssen - hätt mir einen Flügel erhofft, der "abgeht wie Sahne" - das "Flattern" kam wieder  - zum Glück hatt ich mir die Baldrians noch mitgenommen, um die innere Unruhe dosiert zu dämpfen... schnell die Konzertklamotte an

16.30uhr - die Zuhörer kamen, freundliches mitbegrüßen... ich seh überraschend S. schon sitzen, der eigentlich nicht kommen wollt..., dann taucht ER auf - das gab mir innerlich plötzlich total Input und auch meine Klavierkollegin kam zum Daumendrücken und dann auch noch Eberhard...

17.00uhr -Konzertbeginn mit "Panne" - Stromausfall - die Notbeleuchtung versetzte den gut besuchten Saal in Dämmerstimmung - da "ohne Strom" gespielt wurde, konnten wir trotzdem beginnen, es  reichten Pultleuchten mit Akku, um die Noten lesen zu können... nach Begrüßung und Verbeugung begann die "Tuchfühlung" mit den Flügeltasten - schon mit dem ersten Ton kam in mir unverhofft angenehmes Wohlgefühl auf - ich war "eingestimmt" - konnte mich auf die Eigenheiten des Instruments einstellen, so dass er das klanglich hervorbrachte, was ich ausdrücken wollte, um gleichzeitig natürlich den Gesang zu tragen... die Anspannung war groß, vor allem vor der Kür der virtuosen Klippen....  geschafft! - Beifall, endlich zum Publikum setzen und dem weiteren Programm zuhören können...ER saß neben S., sie kannten sich ja nun schon vom Theaterbesuch im Frühjahr her - und neben IHM war ein Platz frei -ich setze mich und seine Nähe tat mir gut - und dann am Schluss des Konzerts - ich weiß, dass er sehr kritisch ist in der Beurteilung von Musik - seine Bewunderung über mein Spiel und meine Interpretation - das war wie ein Sog ganz tief - einfach schön...

Nach dem Zusammenpacken aller Utensilien klang der Abend gemütlich in einer guten Pizzeria aus ...(fast) alle Anspannung war gewichen - und im nächtlichen Dämmern drängte sich wieder mein Herzenswunsch ins Bewußtsein - da kann auch keine neue Bekanntschaft mithalten, die steht eher im Schatten und nicht im Rampenlicht...

 

 

3 Kommentare 22.9.16 00:52, kommentieren

am 17.09. 2016 war TTIP Großdemo

...wenn mich nicht Konzert-Probenarbeit aufgehalten hätt, wär ich gern dabei gewesen. So blieb nur das Verfolgen aus der Ferne und diese Info landete dann in meinem Postkasten:


 

Weitere Infos und Berichttext kann man über den Link an der Seitenleiste sich einholen.

20.9.16 14:50, kommentieren

Septembersommer

...gleich muss ich mich aufmachen zu einem kleinen "Open-air"-Konzert in einer winzigen Kapelle, wo die Musiker in weit geöffneter Kapelle spielen und das Publikum draussen auf Klappbänken unterm Sonnensegel Platz nimmt - habe Eberhard (Gesang und Trompete) mit seinem Unterhaltungsprogramm aus Musicalmelodien, alten Schlagern und Chansons am Klavier zu begleiten - bei unbeschreiblich schönen sonnigen Sommerwetter!... in der Zeitung stand, dass dies die wärmsten Septembertage sind seit 17 Jahren... das hat mich zurückerinnern lassen, bzw. ich erinnerte mich schon vorher dran, als meine Kinder noch klein waren - 1999 - ich spielte am "Tag des Denkmals", der immer Anfang September ist, in einem kleinen Schloß Cembalo zu einem Märchenprogramm am Nachmittag. Meine Rhöner Freunde waren mit ihren Kids auch gekommen. Nach Ende der Veranstaltung war es so heiß im Auto, dass ich dachte, mein Instrument nimmt Schaden - mit allen Fenstern auf, ging es damals auf schnellsten Weg nach Hause, Cembalo ins Haus transportiert und ab ins Schwimmbad mit den Kindern - es war unglaublich heiß gewesen!... heute brauch ich kein Instrument selber mitbringen, ein gutes E-Piano steht zur Verfügung und  so werd ich den Sonnenschein einfach geniessen - trotz der Aufregung, die ein bisschen beim Spielen dazugehört ;-) 

5 Kommentare 11.9.16 14:16, kommentieren