Lebenslabyrinth - meine Geschichte

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Die Krahniche ziehen

...die Zeit vergeht so schnell – von den bunten Farben des Herbstes hab ich dieses Jahr nicht viel mitbekommen – ja, ich nahm in kurzen Momenten die Blätterfärbung eher im Vorübergehen wahr – und bald ist es ganz weg, das Bunt! Während meiner Winterapfel-Erntetour bei meiner Kollegin und ihrer großen Apfelplantage sammelten sich kreischend die Kraniche und zogen in Formationen hoch am Himmel über uns hinweg – der Herbst in der Natur neigt sich dem Ende...

Und so war auch die eher kurze Fahrt nach B voriges WE schon recht frischkühl – ein Mix aus grauem Himmel, Sonne und Regen – ähnlich meiner emotionalen Stimmung in den Besuchstagen. Zum Einen zog mich die Situation um Simon und seine Eigensinnigkeit eher runter – trotzdem er auch aufgeschlossen war - vlt.auch aufgefangen durch den Begegnungen in einer Selbsthilfegruppe, die ihm gut tut - das ist aus seinen Worten herauszuhören – und auch die Zuversicht auf ein neues betreutes Wohnen, wenn...ja, wenn er bis dahin standhaft bleibt und sich nix reinpfeift aus Frust vor seiner Situation – Selbstdisziplin und im Innern stabil bleiben, sich nicht selber erneut aufgeben z.B. auch durch den Verlust von Michelle – wobei sie die Freundschaft zu ihm hält, wenn auch mit dem dazugehörigen Abstand. Vor einem Treffen mit mir scheute sie sich aber, ich mailte ihr im Nachhinein mein Verständnis für den Zustand. Simon zeigte mir sein „Hostel“ - „naajaa“ - würd man sagen - ziemlich heruntergekommen und an lauter Verkehrstraße - jedenfalls ich würde für so was nicht 35€ pro Nacht ohne Frühstück zahlen wollen(!)

Lichtblicke waren die Unternehmungen durch Berlin: so entdeckte ich eher zufällig beim Schlendern am Sony-Center entlang ein kl. Hinweisschild zu einem Musikinstrumentenmuseum, das am hinteren Anbau der Philharmonie untergebracht ist – mit Audiogiude und (Vor-)Führung wurde es ein hochinteressanter Besuch... z.T. echte Raritäten waren zu sehen – oder? - schon mal was von einem „Wurstfagott“ gehört? - *g*- ich vorher jedenfalls noch nicht... Auch der spontane Besuch des ehemaligen „Hamburger Bahnhof“ - jetzt Museum für Gegenwartskunst – war interessant, verbunden mit einem „Aha“, als ich in unmittelbarer Nähe das Naturkundemuseum wiederentdeckte, das ich vor viiielen Jahren – also anno Sommer 1997, als Simon und Mirjam noch kleine Kids waren - besuchte und ich mit ihnen das riesige Saurierskelett bestaunte... Es war mir gar nicht mehr bewusst, wo es sich befand... (Es hat sich in der Zwischenzeit ja viel getan in B, so dass ich in den letzten Jahren in ganz anderen Ecken von Berlin unterwegs war)... so war ich diesmal auch erstmals einen Abend in der Neuköllner Oper gewesen – habe „Tosca G8“ gesehen und gehört – und war beeindruckt, mit welch wenig Requisite und Raum eine große Oper von Puccini in ein kleines Kammerspiel um Macht und Gewalt zum G8-Gipfel in Genua, Sommer 2001, eingebettet wurde – mit hervorragenden Sängerstimmen, Schauspiel und Spannung, gepaart mit sarkastischer Ironie und humorverstandenem Lachen des Publikums – ein gelungener Abend in quasi studiohafter Atmosphäre!

Zwischendurch - in der vormittäglicher Ruhe in Ra's Zimmer, wo ich übernachten konnte - stand ich mit meinem Notebook „im Gespräch“, recherierte an meinem Bach-Konzertvorhaben zeitaufwendig weiter – und...bis das losgeht, werden die Kraniche wiederkommen... !


24.10.16 11:23

Letzte Einträge: …von vielen Ereignissen überrollt, danken und hoffen, Hoffnung sollt nicht enden..., Hoffentlich nie wieder?, Petitionen contra Schönheitscreme und Regenwaldrodung , vom Umweltinstitut München

bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


padernosder (24.10.16 14:47)
Hallo Dorehn,

ja, der Herbst kam schnell mit der frühen Dunkelheit. Immer wieder freue ich mich, daß wir den Wechsel der Jahreszeiten "erleben" dürfen. Die Kraniche sollen "ziehen", ich bleibe! Kein schöner Land... ;-)

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