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weiter, immer weiter... weiter...weiter so?

...nein, das war nicht so abgemacht, als ich meinen Sohn holte aus Berlin am 18.9., samt seinen Habseligkeiten aus der Betreuten Wohnung des DND, wo er seit Anfang Juli keinen Zutritt mehr hatte... hollah, das war wieder mal eine der  "peinlichen" Situationen, die Überwindung kosten, dieses verdreckte Zimmer außer dem Mobiliar - das gehört ja dem DND - auszuräumen. Schnell entscheiden, was kommt in die Mülltonne, was kommt mit - und ab damit auf die Autobahn, bis zum Abend mußt ich zurück sein, die Arbeit - der Chor - erwartete mich...

Zumindest der nächste Tag war gesichert, die Anlaufstelle für die (Weiter-) Substitution hier in OS war schon kontaktet, ein Erstgespräch mit der Mitarbeiterin der Drogenhilfe fand statt, bei dem ich dabei sein konnte... - hatte die Erwartung des offenen Umgangs diesbezüglich schon in B von ihm zustimmend gefordert, dafür, dass ich ihn dort aus dem "Sumpf" hole und meine Tür ihm (wieder) öffne -(wohnen wollte er aber bei seinem Freund, der ihm sein Zi in der WG zur Verfügung stellte) - und...ihm natürlich helfen will, in Therapie zu kommen, was er vorhatte. Simon verschriftlichte dies in dem Erstantrag, sprach offen mit der Mitarbeiterin über sein vordringliches Anliegen und seine Beweggründe(!)...ihre Reaktion: ja - gemach, gemach - komm erst mal an hier, in Ruhe, erst mal peu à peu...(?? irgendwie klingelte es bei mir im Innern!)

  ...soviel zur Vorgeschichte - erst mal ein Schnitt hier.

Gestern fiel mir einer der Überweisungsscheine, bzw. wahrscheinlich der letzte Verordnung zur KH-behandlung in B, in die Hände. Ich hatte mich erneut nach längerer Zeit aufgerafft, den Stapel Unterlagen von meinem Sohn weiter zu sichten (z.T. überhaupt erst mal die "aufgelaufenen" Briefsendungen - meist Schuldenmahnungen - zu öffnen), die sich bei ihm im Zimmer in B im ersten Halbjahr angesammelt haben... 

...zurück > Berlin Anfang Sept.: ...die Tage/eher Wochen zuvor gab es wohl immer wieder Anläufe seinerseits, den Schritt erneut ins KH zur Entgiftung zu schaffen, zu guter Letzt "wollte (??) ihn aber kein KH aufnehmen", selbst seine (Haus-/Drogen-) Ärztin  konnte diese Aussage nicht wahrhaben, telefonierte selber rum...

...Verbindung halten, war meine Grundgedanke - Simon stand auf der Straße seit seinem - ursprünglich nur vorübergehenden - Rausschmiß aus dem Betreuten Wohnen, hatte zwar eine Unterschlupfmöglichkeit bei Mirjam und einem (Straßen-)Freund, aber... und ich hatte selber wahnsinnig viel zu tun (zu viel), doch eine innere Unruhe packte mich, zwischen Klavierunterrichten und Chorprobe versuchte ich ihn zu erreichen - er meldet sich - in der Stimme lag totale Endstimmung - ihm war wieder das Portomonaie mit Kontocard, Monatsfahrkarte, Krankenkarte abhanden gekommen (in seinem Zustand sicher eine leichte Sache) - er "wollt nicht mehr" - saß im U-Bahnhof... er brauchte jemand zum Sprechen, das spürte ich, aber ich musste los zur Arbeit! - ich sandte M. aufrufend eine Nachricht, dringend Verbindung mit Simon aufzunehmen, ihn irgendwie beruhigen, auch Mirjam rief ich an, bat sie, ihn zu sich zu holen, auch wenn es Überwindung kostet... der Sprung ins "Niemandland" war sehr nahe...

Ich nahm mir spontan einen Montag (18.9.) frei, um Simon und seine Habseligkeiten aus der Betreuungswohnung zu holen, die er nunmehr eh bis Ende des Monats geräumt haben sollte. Das war nur wochentags mgl. im Beisein des Betreuers zwecks Einlass... M. kam mit, wir fuhren Sonntagabend nach B, trafen Simon an, gingen gemeinsam noch mal zum Inder Goya II esssen, warteten auf Mirjam, die noch von Prag zurück unterwegs war - eine tschechische Freundin ihres damaligen Auslandsschuljahrganges dort hatte geheiratet - sie war geschlaucht vom WE und den Tränen nahe... auch sie stand vor neuen Anforderungen am Ende des Studentenlebens - ab Oktober den Sprung in die Arbeitswelt zu schaffen...

> und was nun?

Viele Wege waren zu gehen zum (Neu-)Anfang hier - als Erstes das Wohnungsmeldeamt mit 4 Anläufen, bis alles "passte" (ein "Untermietvertrag" musste her, eine amtliche Mietbescheinigung, "nervige" Öffnungszeiten des Bürgeramtes -es dauerte gut eine Woche..., weiter: - der Gang zum Sozialamt zur Kostenübernahme des Drogenhilfsdienstes, neues Konto mit Schuldensperre eröffnen, (Neu-)Antrag beim Jobcenter stellen, Sozialticket organisieren - dringend notwendig für die Fahrt zur Substitutionsstelle und Schwarzfahrerei zu vermeiden,.bei der Krankenkasse um neue Krankenkarte bitten - die hattens auch nicht so eilig mit so einem "Kunden"...und, und... da kann man sich wohl schnell dran gewöhnen, dass Mutter alle Notwendigkeiten zahlt! - oft hielt er sich tags bei mir auf - die WG-Freunde gingen ihrer Arbeit nach - lieber so, als auf der Straße rum hängen, war mein Gedanke...außerdem könnt ich gut Hilfe gebrauchen für den Garten (Sträucher schneiden, umgraben, neues Hochbeet aus Paletten bauen) - schwitz, schwitz - die mittlerweile arg überdosierte Medikation mit dem Substitut u.a. machte ihn tagmüde, schlapp, gereizt...und der Schweiß rann ihm nur so übers Gesicht, das er ständig ein Handtuch griffbereit haben musst... ein kräftiger Körper, der innerlich völlig kaputt war... KRANK! - aber das Thema Therapie war im Laufe von 4 Wochen nicht mehr auf der Akutliste bei der Arbeit mit seiner Sozialarbeiterin - eher: eine eigene Wohnung finden!...wozu? ...war er "fähig"/"gesund genug"? Fand sie, dass er sich selbst "auf die Reihe" bringen kann? - oder nur, damit er "seine Ruhe" haben kann?...ich fuhr mit zur Drogenhilfe, um ein Gespräch zu dritt zu führen...hab mir die Nacht zuvor genau überlegt/notiert, was ich alles anbringen will - das legt ich ihr vor - sie las es nebenbei, nahm es zur Kenntnis - einiges war ihr noch nicht aufgefallen...klar, wenn statt zwischen 8-10uhr erst zwischen 11-12uhr die Substitutausgabe ist, da kann ja der Vormittag verschlafen werden, genug Zeit, um "frisch" zu erscheinen - und der Schein kann bei ihm sehr trügerisch sein... in ihrer "Ratlosigkeit" dehte sie den Spieß um, verwies auf Simons  (mittlerweile durch sie sich gestützt fühlend) "Meinung", dass er "es" schaffen will ohne Therapie mit dem Ratschlag an mich: ich sollte zur psychsozialen Beratung für Angehörige gehen, dort - zur nächsten Haustür rein - also gleich nebenan...

...und weiter? 


21.11.17 03:18

Letzte Einträge: …von vielen Ereignissen überrollt, danken und hoffen, Hoffnung sollt nicht enden..., Hoffentlich nie wieder?, Petitionen contra Schönheitscreme und Regenwaldrodung , vom Umweltinstitut München

bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


padernosder (22.11.17 03:08)
Hallo Dorehn,

der Leser ist heillos überfordert und sucht etwas Greifbares. Doch ich gebe es auf, denn gerade das scheinbar Verstandene soll sich nicht als peinliches Mißverständnis offenbaren.

Also kehre ich zurück zur "Stilbetrachtung". Ich mag Dein Schreiben, dieses Aneinanderreihen von Gedankenfetzen, unterstützt von Punkten, Klammern, Fragezeichen etc. Vielleicht weil ich es nicht kann.

Aber ich weiß, oder glaube zu wissen, daß ist alles zuviel, für einen Menschen. Doch was willst Du machen, als Mutter? Aufgeben wäre auch eine Selbstaufgabe, also keine Alternative.

Ich wünsche Dir Kraft, unmenschlich viel Kraft.

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