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Elektra - der Opernbesuch

was für eine Frau!- was für eine Operndrama von Richard Strauss! Hysterisch mit der Axt in der Hand will sie Rache üben an ihren Peinigern – an der eigenen Mutter und ihrem Geliebten... - keine Ruhe findend, in einem alten Kindheitstrauma verfangen – der Ermordung des Vaters... Die Geschichte kann noch so „alt und scheinbar verstaubt“ sein – aber sie trifft ins Mark, ins Innerste... die Musik reizt dabei den Inhalt „psychosomatisch“ aus – wie für einem Stummfilm komponiert – mit Momenten, wo sich vor Spannung die Häärchen in der Gänsehaut am Arm aufrichten... hab auch ich die „Geister der Vergangenheit“ unverändert im Kopf? Möcht ich nicht auch alles Ungemach mal einfach „an die Wand klatschen“, damit dies taumelnd zu Boden sinkt und sich hoffentlich dann nie mehr aufrichten kann...? - Vergangenen Dienstag lief die Oper konzertant inszeniert hier im Theater – ich hatte schon Spannung zuvor, obwohl ich's auf mich zukommen ließ – nein, S. jetzt „auszuladen“ wegen Ihm* – dass wollte ich nicht... hatte einfach eine Karte noch dazu bestellt in einer anderen Loge und bat Ihn* - da ich derzeit nicht gut „des Weges“ bin - die Karten am Tag zuvor abzuholen, – anhand der einen „schwerbehinderten“ Eintrittskarte sah er schon, dass ich auf besondere Weise mit jemand zus. zum Theater kommen werde... S. brauchte auch meinen Arm, um sich im Gehen auf den Beinen zu halten (naja, war „froh“, dass ich mich inzwischen etwas „gesünder“ fühlten konnte, da mir am Freitag zuvor der Arzt eine Kortison-Spritze ins Knie pikste, die erst mal die akute pulsierende Entzündung eindämmte)...

Ein bisschen komisch war die Situation am Theaterabend schon, – da ich ja auf ganz unterschiedliche Weise ein eher „gespaltenes“ Verhältnis zu den beiden Herren habe – S. kenne ich nun schon gut 5 Jahre in einer losen Intimbeziehung, die ihm viel bedeutet - das ist mir bewusst (!) - aber ich weiß, dass wir niemals zusammen ziehen könnten, diese Beziehung besteht nur aus der Distanz heraus (ja, in gewisser Weise grotesk) und Ihn*? - kenne ich ja so gut wie gar nicht – aber ich spüre meinen inneren „Traum“ und fühle mich einfach gut im unmittelbaren Kontakt – die Konversation ist eine andere als mit S.... S. war eher zurückhaltend in der Pause, während ich mich mich mit Ihm* unterhielt - immerhin hat ER mich zum großen runden Geburtstag eingeladen mit der Option, ruhig noch jemand mitzubringen - anbetracht der großen mir eher unbekannten Gesellschaft, die da wohl in das Naturfreundehaus zum Feiern anreist.. Ich rufe dafür am nächsten Morgen spontan meine Sängerkollegin/-freundin an, die auch im Musikverband aktiv mitarbeitet und sie freut sich, dass... ja, da sie IHN eh gern mal näher kennenlernen möcht, so „mit einem halben Auge“... - aha - … ich sage dazu nichts ihr gegenüber, meine Gedanken/Worte verbleiben im Mund – aber die „Geister der Vergangenheit“ hämmern gegen die zugewiesene Tür der Kammer im Innern – erwachen mit brachialer Gewalt!

...ist es denn Zufall, dass ich seit dem letzten Monat ein Solo-Programm erarbeiten möchte und mich mit barocken Kompositionen beschäftige, die ich u.a. vor gut 25 Jahren einstudiert hab? - ich muss mir selber gestehen, dass ich in Ihm* die „Unnahbarkeit“ eines Menschen wiedererkenne, wie ich sie in meinen Absolventenjahren nach dem Studium erlebt habe, diese „Unnahbarkeit“, die mich letztendlich aus tiefen Schmerz heraus in die Arme eines Anderen , meinen Ex-Mann, geführt hat...

18.6.16 09:11

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bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


padernosder (20.6.16 08:18)
Hallo Dorehn,

das hast Du mal wieder sehr gut geschrieben. Und tatsächlich möchte ich am Schluß wissen, wohin die Reise wohl dieses Mal geht. Wieder zum Falschen?

Wer sich so schön selbst reflektiert, der ist wohl zufrieden mit sich. Vielleicht, weil er die Fäden in der Hand hält, vom Opfer zur Strippenzieherin wird...?

Mutter und Geliebten mit der Axt erschlagen - wäre auch etwas für meinen Wahnsinn. Oder den ungeborenen Enkel im Bauch der Tochter... mit furioser Musik unterlegt. Böse, böse! ;-)


Lilli / Website (3.7.16 17:48)
Liebe Dorehn, oh wie gut ich dich verstehe! Genau so die Faszination zu Ihm*. Ist es eine Flucht aus dem nicht so einfachen Alttag? ( Wie mieser mir es geht im Alttag um so lieber flüchte ich mich jedenfalls in so aussichtslose wunderschöne Momente). Ich lese zwischen den Zeilen, das dir bewusst ist das es mit Ihm* nicht einfach sein wird. Was bestimmt auch seinen reizt hat. Doch Pass gut auf dich auf! Weiterhin gute Besserung und trage Sorge zu Dir.
GLG Lilli

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